Der Gewöhnliche Tannenwedel (Hippuris vulgaris) wurde 2025 vom Verband Deutscher Sporttaucher gemeinsam mit dem Tauchsportverband Österreichs und dem Schweizer Unterwasser-Sport-Verband zur Wasserpflanze des Jahres gekürt. Ziel ist es, auf die Schönheit und Gefährdung der Unterwasserwelt aufmerksam zu machen.
Die einheimische, amphibische Pflanze wächst sowohl über als auch unter Wasser. Über Wasser wird sie 20–80 cm hoch, unter Wasser bildet sie bis zu zwei Meter lange, hellgrüne Triebe und wirkt wie ein „Unterwasserwald“. Sie bevorzugt saubere, mäßig nährstoffreiche Stillgewässer bis drei Meter Tiefe und reagiert empfindlich auf Verschmutzung und Sedimentablagerungen.
Ursachen ihres Rückgangs sind vor allem Eutrophierung, benthivore Fische und das Trockenfallen von Uferbereichen. Obwohl sie in Seen teils noch in reinen Beständen vorkommt und auch in Abgrabungsgewässern neu erscheint, gilt sie in vielen Regionen als gefährdet.
In Deutschland steht sie auf der Vorwarnliste; regional reicht ihr Status von „gefährdet“ bis „vom Aussterben bedroht“, im Saarland gilt sie als ausgestorben. Auch in Österreich ist sie gefährdet, in Osttirol ausgestorben; in der Schweiz gilt sie als potenziell gefährdet.
Neben ihrer ökologischen Bedeutung als Sauerstofflieferant, Lebensraum und Uferstabilisator ist sie auch in der Teichgestaltung beliebt.
Quelle: VDST



