Am dritten Juli Wochenende war es endlich wieder soweit! Vom 18.-19. 07.2026 stand das AK Tauchsicherheit und Rettung für insgesamt 17 Taucher: innen auf dem Programm.
Bei herrlichem Wetter am Bostalsee schulten uns Gunter Daniel (TC Skt Wendel) TL2, Jürgen Meyer (SG Schmelz) TL3, Dirk Fedeler (TC Manta Saarbrücken) TL1, Patrick Anstett (Sepia SLS) TL2, Andreas Kley (Turtle Divers St. Ingbert) TL1 und Claire Girard (TC Manta Saarbrücken) TL2 in Theorie & Praxis rund um das Thema Tauchsicherheit und Rettung. Es waren Teilnehmer aus 7 STSB Vereinen, einem Verein aus Rheinland Pfalz und ein Einzelmitglied anwesend.
Wir starteten am Samstag morgen mit etwas Theorie und konnten uns in Gruppenarbeit gemeinsam die wichtigsten Punkte erarbeiten. Es wurde schnell deutlich worum es ging – Tauchsicherheit fängt weit vor dem Tauchgang an!
An Plakaten pinnten wir Begriffe zu den Themen ”Ausbildung“, ”Ausrüstung“, ”Gesundheit“, ”Tauchgangsplanung” und ”allgemeiner Organisation” an. Alles in Hinblick auf „was trägt dazu bei einen möglichst sicheren Tauchgang zu absolvieren? Was kann ich im Vorfeld beachten, um einem Tauchunfall oder brenzlichen Situationen vorzubeugen?“
Das wir alle nur vollkommen gesund tauchen gehen sollten ist im Prinzip jedem klar. Sind wir aber mental auch gerade dazu in der Lage oder zum Beispiel durch Stress oder am Tauchplatz auftretende Ängste beinträchtigt? Ich kenne meine Ausrüstung, da ich schon lange damit tauche. Aber kann ich sie im Ernstfall auch bei sehr schlechter Sicht blind bedienen?! Wie schaut es mit meinem Tauchpartner und seiner Ausrüstung aus? Ein Buddy-check ist natürlich unerlässlich, auch wenn ich schon oft mit meinem Partner getaucht bin! Habe ich die angemessene Bleimenge und den richtigen Kälteschutz dabei? Automatismen durch viele Tauchgänge und Übung sind absolut von Vorteil, können aber Fluch und Segen zugleich sein….. Selbstsicherheit lässt auch schnell mal etwas übersehen und führt vielleicht auch zur Selbstüberschätzung.
Auch behandelt wurden zur Planung gehörige Themen, wie zBsp. gesetzliche Bestimmungen in anderen Ländern, Stage-Flaschen, TG-Tiefe, TG-Dauer, Dekopausen und Gruppenzusammenstellung. Umweltaspekte wie Fahrgemeinschaften zu Seen, feste Ein- und Ausstiege sowie Benehmen und auch Müllentsorgung am Tauchplatz wurden angesprochen.
Nachdem alle Gruppen ein Thema vorgestellt hatten wurde final darüber diskutiert und gesprochen, was dieses Seminar sehr lebhaft und einprägend gestaltete. Nach einer geselligen Mittagspause gab es von Claire via Powerpoint noch ein paar Infos zum Thema Rettung. Sie erklärte uns den bestmöglichen Ablauf im Fall der Fälle, darunter auch wichtige Rettungsgriffe wie den Rautek-Griff. Danach konnten wir in 2er Gruppen Befreiungsgriffe üben, welche uns von Andreas und Dirk beigebracht wurden.
Was ist eigentlich alles im Notfallkoffer enthalten und wie bediene ich die Sauerstoffflasche? Dinge, die im Ernstfall sitzten sollten, um kostbare Zeit zu sparen!
Zum Abschluss des Tages hieß es dann mit ABC-Ausrüstung ab ins Wasser und handlungsunfähige Taucher an Land retten üben! Ein gelungener erster Seminar Tag ging zu Ende!
Am nächsten Tag stand die Praxis der Rettung im Vordergrund! Wir wurden in 3er- und 4er-Gruppen den Tauchlehrern zugeteilt und besprachen anstehende Aufgaben. Es sollten zwei Tauchgänge stattfinden, bei dem jeweils ein unbekanntes Gruppenmitglied auf irgendeine Art verunglückte und gerettet werden musste. Die Rettungsaktion war eine Teamaufgabe und so hatte jeder verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Zum Beispiel musste durch den hohen Boots- und Segelverkehr zwingend eine Boje vor dem Auftauchen gesetzt werden. Ein anderer sicherte den Verunfallten und brachte ihn zusammen mit der Gruppe an die Wasseroberfläche. Danach wurde der verunglückte Taucher einmal and Land und das andre Mal ins DLRG-Boot gerettet. Auch hier lernten wir es im Team zu meistern, wichtige Aufgaben laut zu verteilen und die Rettungskette einzuleiten. Die schlechte Sicht unter Wasser machte es uns allen schwer, zusammen zu bleiben und die Aufgaben vorallem unter Wasser gut zu bewerkstelligen. Wir haben dennoch alle unser Bestes gegeben und nehmen viel aus diesem Training mit.
Fakt bleibt – es ist gut vorbereitet zu sein und seine Fähigkeiten ständig zu trainieren und zu verbessern, sodass es wenn der Ernsfall dann doch eintritt, gut zu meistern ist!
Danke an alle Ausbilder, die uns an dem Wochenende so gut unterstützten und vieles beigebracht haben – gerne wieder und nur zu empfehlen 🙂
Text: Christina Jung
Die Fotos wurden von den Ausbildern des Kurses bereitgestellt.











